Orangen
Die Orange ist wahrscheinlich eine Hybride zwischen Pampelmuse und Mandarine, was aber noch nicht ganz geklärt ist.
Orangen wachsen meist an bis zu 3 Meter hohen, immergrünen und frostempfindlichen Bäumchen, die Pflanze kann aber auch 10 bis 15 Meter hoch werden. Der Orangenbaum hat grüne, elliptisch zugespitzte, lederartige Blätter und treibt weiße, einzeln oder in Gruppen stehende Blüten aus. In Europa blüht er von Februar bis Juni. Orangenbäume entwickeln – wie viele andere Zitrusfrüchte – auch ohne Fremdbefruchtung Früchte.
Die Orange wurde von den Portugiesen nach der Entdeckung des Seeweges nach Indien aus Ostasien nach Europa gebracht. Die Pommeranze war schon im Mittelalter auf den Landwege bis nach Europa gekommen. Ob die Pommeranze eventuell bereits im Altertum in Europa bekannt war, ist sehr umstritten.
In Europa werden die Orangen im Dezember und Juli geerntet. Das im Welthandel bedeutendste Orangenprodukt ist der Saft, welcher zum Großteil aus Brasilien stammt und in Form von Konzentrat (Sirup) gehandelt wird. Daneben dient Orange auch als Quelle von Duftstoffen: Aus den Orangenschalen gewinnt man das Terpen d-Limonen, das als biogenes Lösemittel und Rohstoff für die Parfümindustrie vielseitig verwendet wird. Das edel riechende Neroliöl erhält man durch Wasserdampfdestillation der Orangenblüten, wobei zumeist jedoch nicht die Blüten von Citrus sinensis, sondern die der Pomeranze (Citrus aurantium) zum Einsatz kommen.
Hauchdünne, Bitterstoff-freie Orangenschalen, wie sie zum Aromatisieren vieler Speisen benötigt werden, gewinnt man mit dem Zesteur.
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